Meine Zeit
als Laien-Darsteller
In meiner Jugendzeit durfte ich sozusagen in die Schauspieler-Fusstapfen meines Vaters treten. Franzisc, auch Zsic genannt,  war in Surselva weit herum bekannt als Laiendarsteller, aber auch als Theater-Regisseur.

Zu den Zeiten, wo mein Vater aktiv war, wurden hauptsächlich Tragödien aufgeführt. Nur wenige Einwohnerinnen und Einwohner wissen, dass vor jener Zeit sogar im Hause Ludivina Beer Theater gespielt wurde. Im Dachstock zeugen alte Fresken noch heute von dieser Zeit, als ein Herr namens Latour das Theater entdeckte und Theaterstücke aus dem Englischen ins Romanische übersetzte.

Ende 60-er / anfangs 70-er war die Theatergruppe D/T sehr aktiv. Jedes Jahr konnten wir im alten Schulhaus die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Komödien erfreuen.

Links eine Szene zusammen mit Erika Friberg, zirka 1970 in Danisa Tavanasa

Aber erst als ich beim Casting alle Hürden genommen hatte, erhielt ich diese "tragende" Rolle :-))

Und gut ersichtlich, dass aber auch gar nichts dem Zufall überlassen wurde! Immerhin war dann das Kopftuch echt!!

Regie führte zu jener Zeit meistens Franz Friberg aus Danis

 

Rechts: Rollenzuteilung unter kundiger Beobachtung von Onkel Vichi Friberg

Docter per forza (1976)
1976!!
Das Jahr 1976 wurde für mich wegweisend zum wichtigsten Jahr in meinem Leben!! Zum einen wurde meine Tocher Doris am 4. März 1976 geboren, und zum anderen wurden meine Weichen komplett neu gestellt, auf allen Ebenen: Privat, Beruflich... und als Laiendarsteller! Hier auf diese Seite nun die als Laiendarsteller;
Mit meinem Cousin Gabriel Derungs habe ich wohl die meisten Feste organisiert und auch gleich gefeiert. Beim Fussballclub D/T, bei anderen Vereinen im Dorf und vor allem auch als Tafelmajor bei unzähligen Hochzeiten, sowohl bei Verwandten wie auch bei Bekannten!! Hätte es damals im Bündnerland die "Schmirinskis" gegeben, wir zwei wären es wohl gewesen. Hätte es auch zur grossen Bühne gereicht?? Na ja.... ich frage dann mal den Schmidi :-)
Foto: 15.6.1954
"Las cornas dil capricorn"!! 1976
Meine Cousine Eidth Hossle, die beim rätoromanischem Fernsehen arbeitete wusste natürlich von all meinen ("Natur")-Talenten, da sie selber auch bei vielen Derungs-Festen dabei war und mich so in dieser Rolle kannte! So kam es halt, dass ich für einen längeren Film für die Rätoromanen zusammen mit dem Engadiner Mario Duschein die Hauptrolle besetzen durfte. Was für eine Ehre für mich. Als Film-Banause habe ich dann auch tüchtig alles durcheinander gebracht. Kameramann Mic Feuerstein und Edith als Produzentin hatten manche unerwartete Probleme zu lösen!! Und der Maskenbilder Heinz Hartl aus Zürich verzweifelte fast täglich ab meiner Eskapaden, z.B. als ich mitten im Dreh meine langen Haare kurz schneiden liess. 
Heinz Hartl, der Maskenbildner ausnahmsweise mal zufrieden mit dem "Chaoten"...
Fällt er runter oder nicht ??
Edith Hossle und Mic machen sich mal auf alles gefasst...
Der Film wurde am 6.2.1977 gesendet! Zeitungsausschnitt hier beweist es :-)

Meine Fernseh-"Karriere" verdanke ich dem Musical "docter per forza" von Armin Caduff!

Das rätoromanische Musical wurde 1976, nach einer glanzvollen Tournee, im Kloster Disentis vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet. Ich selber durfte darin drei Rollen spielen, zusammen mit vielen anderen. Die Hauptrolle spielte... wer denn sonst, mein Cousin Gabriel.