la parantella da vart Zorteas
Barclamiu Zortea war wie oben auf dem Bild zu sehen ein Rechenmacher, auf Romanisch "ristaler". Barclamiu, gemäss Schriften auch Bartholome genannt, ist aus dem Dorf Zortea (sehr oft bekamen Hügel den Namen der dort wohnenden Familie!) im Tirol anfangs 20zigster Jahrhundert mit Domenica Simoni nach Tavanasa gezogen, als die Rhätische Bahn 1912 gebaut wurde. Der einzige Sohn von Barclamiu und Domenica hiess Giusep und verlor am 25. September 1927 den Vater beim Erdrutsch bei der "Val dil Lochli" (oder Jochli), wo weitere 6 Personen aus Tavanasa Opfer wurden.
Giusep Zortea, Sohn von Barclamiu
Giuanna e Giusep Zortea-Friberg
Das Leben zu jener Zeit war sehr sehr hart, kaum Geld um die Familien zu ernähren. Giusep, auch Sep genannt, musste hart arbeiten, war auch oft krank und verstarb bereits mit 54 Jahren 1940.
Das Schicksal, die Kinder als Witwe allein aufziehen zu müssen wiederholte sich dann später auch bei meiner Mutter Mena (Dumenia), als mein Vater Franzisc ("Zisc") ebenfalls mit 46 Jahren verstarb.
Unsere "tatta" (Grossmutter) war also darauf angewiesen, dass die Töchter schon früh mitarbeiten mussten, um über die Runden zu kommen. Vor allem in der Hotelerie konnten die Töchter für das nötige Geld mithelfen.
   Brida Mena Clara Anna  Maria
las 5 soras Zorteas

                  Maria         Brida     Clara             Dumeinia     Anna

                                           e mumma Giuanna

Das Dokument links ist der einfache Vertrag, der beglaubigt, dass Giusep Beer "la plaunca" an die Familie Zortea verkauft hat. 1260 Franken war damals eine grosse Summe.
 
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